"Die deutsche Sprache ist an sich reich, aber in der deutschen Konversation gebrauchen wir nur den zehnten Teil dieses Reichtums; faktisch sind wir also spracharm." Heinrich Heine (1797 - 1856)

So schützen sich die Hausbesitzer in Deutschland vor Einbrüchen

Immer wieder werden steigende Einbruchszahlen vermeldet. Das schürt auch viel Angst unter Hausbesitzern und Mietern. Doch wie viele Menschen in Deutschland schützen sich aktiv gegen Einbrecher? Und was sind die beliebtesten Methoden, um den Dieben Einhalt zu gebieten? Eine aktuelle Umfrage gibt Antwort.

Die meisten Einbrecher geben nach wenigen Minuten auf und ziehen weiter, wenn sie eine Tür oder ein Fenster nicht öffnen können. Kein Wunder: Die Entdeckungsgefahr steigt mit jeder Sekunde. Daher sind Schutzmaßnahmen auch das beste Mittel gegen einen Einbruchdiebstahl. Das Immobilienportal Immowelt hat für seine Studie 1.000 Menschen zu ihren persönlichen Vorsichtsmaßnahmen befragen lassen. Demnach haben nur 9 Prozent der Hausbesitzer keinerlei Form von Einbruchschutz. Mieter sind hingegen weniger vorsichtig. Insgesamt 22 Prozent gaben an, komplett auf Schutzmaßnahmen zu verzichten.

Wie schützen sich die Bewohner in Deutschland?

Als wichtigste und sicherlich auch einfachste Maßnahme gilt offenbar eine gewisse Sensibilität hinsichtlich der Onlinemedien. So gaben 49 Prozent der Befragten an, bei einem Urlaub oder einer anderen Abwesenheit keine Informationen darüber bei Facebook, Twitter und Co. zu posten. Es ist schon seit längerem bekannt, dass Einbrecher solche Angaben gerne einmal benutzen, um herauszufinden, bei wem es sich lohnt, einen Einstieg zu versuchen.

Sicherheitsschlösser an den Türen (37 Prozent) und am Abend heruntergelassene Rollläden (34 Prozent) gehören für viele Bewohner dazu. Gerade bei letzterem sollten Hausbesitzer und Bewohner von Parterrewohnungen jedoch bedenken, dass die meisten Einbrüche keineswegs in der Nacht stattfinden. Diebe nutzen inzwischen oftmals eher den Tag, da viele Menschen dann auf Arbeit sind und die Einbrecher nicht so schnell überrascht werden.

Wie die Umfrageergebnisse zeigen, bauen viele Deutsche auch auf aufmerksame Nachbarn (24 Prozent) oder automatische Lichtanlagen (21 Prozent), die vorgaukeln, dass sich jemand zuhause befindet. Eine Alarmanlage hat hingegen nur etwa jeder Zehnte (11 Prozent). Da wird öfter auf den bellenden Hund gesetzt (19 Prozent).

Was wenn es trotzdem zum Einbruch kommt?

Spätestens wenn tatsächlich eingebrochen wurde, ist es an der Zeit, sich über den eigenen Schutz Gedanken zu machen. Die Polizei gibt gerne Hinweise, welche Maßnahmen weiterhin eingesetzt werden können, um den nächsten Einbruchdiebstahl zu vereiteln. Auch wer keine Hausratversicherung hat, sollte sich jetzt damit befassen. Denn die Versicherung schützt nicht nur vor einem Wohnungsbrand, bei Schäden durch Leitungswasser und Unwetter.

Auch bei einem Einbruch ersetzt die Versicherung die Schäden an Türen und Fenstern sowie die Wiederanschaffungskosten des Diebesguts. Weitere Informationen dazu gibt es auf hausratversicherung.de.

Tipp: Der Staat unterstützt den Einbau einbruchssicherer Türen und Fenster. Ab mindestens 2.000 Euro Kosten für Material und Handwerker gibt es von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) einen finanziellen Zuschuss.